aerial yoga and the highly sensitive

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EN:
„A highly sensitive person (HSP) is a person having the innate trait of high sensory processing sensitivity (…). Some common signs are sensitivity to loud noises, bright or fluorescent lights, and strong smells. HSP’s often describe themselves as having a rich and complex inner life. They may startle easily and get rattled when required to accomplish a lot in a short time. According to Elaine N. Aron and colleagues as well as other researchers, highly sensitive people, who compose about a fifth of the population (equal numbers in men and women), may process sensory data much more deeply and thoroughly due to a biological difference in their nervous systems. This is a specific trait, with key consequences for how we view people, that in the past has often been confused with innate shyness, social anxiety problems, inhibitedness, social phobia and innate fearfulness, and introversion.“

http://en.wikipedia.org/wiki/Highly_sensitive_person

I have this theory that aerial yoga is the perfect form of yoga for the highly sensitive. I’ve been reading a lot about this personality trait lately and consider myself highly sensitive as well. Which has been kind of a revelation, because it finally explains, among other things, why I hate crowded places and night clubs or why visiting a typical loud and colorful market in an exotic place on holiday as a child was such a terryfing experience for me.
And while not every highly sensitive person is depressed, this trait does make you more vulnerable for certain psychiological illnesses like depression or anxiety. Especially when you haven’t learned how to deal with your constant overstimulation and the tendency to absorb every kind of energy and emotion that surrounds you.

Back to aerial yoga. Take away the more acrobatic poses (which I love and which have tons of benefits, don’t get me wrong) and you can have a gentle full body workout while staying wrapped inside the hammock most of the time. You can gently exercise while the hammock serves as a wall that shields you from everything on the outside, and the gentle swinging and the soft colored light inside your little cocoon (depending on the color of your hammock of course) add to the calming effect.
Sounds pretty perfect for someone who „suffers“ from being overstimulated all the time, doesn’t it? Not just in terms of physical exercise but also as a means of self-care for your mental, physical AND emotional body.

For a little more information on the highly sensitive and a quick test that might reveal whether you have this trait, check out the following links:

http://www.huffingtonpost.com/2014/02/26/highly-sensitive-people-signs-habits_n_4810794.html
http://psychcentral.com/blog/archives/2010/03/28/5-gifts-of-being-highly-sensitive/
http://www.rebellesociety.com/2014/07/29/13-awesome-characteristics-of-highly-sensitive-people/
http://www.highlysensitivepeople.com/
http://hsperson.com/

 

DE:
„Hochsensibilität (deutsche Terminologie uneinheitlich; auch: Hochsensitivität, Hypersensibilität oder Überempfindlichkeit) ist ein Phänomen, bei dem Betroffene stärker als der Durchschnitt auf Reize reagieren, diese viel eingehender wahrnehmen und verarbeiten. Bis heute existiert jedoch keine eindeutige und anerkannte neurowissenschaftliche Definition des Phänomens, was Hirnforscher auf die noch in den Kinderschuhen steckende High-Sensitivity-Forschung (HS-Forschung) zurückführen. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Hochsensibilität wurde von der US-amerikanischen Psychologin Elaine N. Aron 1997 erstmals eingeleitet, ihre Werke gelten als der Grundstein der HS-Forschung.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t

In meinem Kopf ist die fixe Idee entstanden, dass Aerial Yoga die absolut perfekte Yogaform für hypersensible Menschen ist. In letzter Zeit hab ich einiges über diese Eigenschaft, wenn man es denn so nennen kann, gelesen und stecke mich auch selber ohne Zweifel in diese Schublade. Was irgendwie eine erleichternde Erkenntnis ist, denn so kann ich mir erklären, warum ich es hasse, abends in Clubs zu gehen (obwohl ich sowohl Musik als auch Tanzen liebe), warum ich Menschenmassen nicht aushalte und warum es für mich eine fürchterliche Erfahrung war, als Kind mit meinen Eltern einen typischen lauten und bunten Markt zu besuchen, wie man sie auf tropischen Inseln halt so findet.
Und obwohl natürlich nicht jeder hypersensible Mensch automatisch depressiv ist, liegt die Vermutung nahe, dass dieses Phänomen anfälliger für psychische Krankheiten wie Depressionen oder Angstzustände machen kann. Besonders dann, wenn man nicht gelernt hat, mit der andauernden Überreizung und der Tendenz, sämtliche Energien und Emotionen um einen herum aufzusaugen wie ein Schwamm, umzugehen.

Damit endlich zurück zum Aerial Yoga. Lässt man die eher akrobatischen Asanas mal außenvor (die ich unendlich liebe und die haufenweise positive Auswirkungen haben, das steht gar nicht zur Debatte), dann bleibt ein super sanftes Workout für den ganzen Körper, bei dem man die meiste Zeit teilweise oder komplett ins Tuch eingehüllt ist.
Ganz in Ruhe lässt sichs hier vor sich hin yogieren, während das Tuch wie eine Mauer wirkt, die gegen alle Einflüsse von außen abschirmt und hinter der man sich verstecken kann. Gleichzeitig verstärken das andauernde leichte Schaukeln und das weiche farbige Licht in dem kleinen Kokon (das hängt natürlich von der Farbe des Tuches ab) den beruhigenden Effekt.
Für mich klingt das ziemlich perfekt für jemanden, der an permanenter Reizüberflutung „leidet“. Und zwar nicht nur im Hinblick auf körperliche Bewegung, sondern um neben dem physischen auch dem mentalen und emotionalen Körper etwas Gutes zu tun.

Wer ein bisschen mehr über Hypersensibilität erfahren und sich vielleicht einem kleinen Selbsttest unterziehen möchte, ob er selber „betroffen“ ist, dem lege ich die folgenden Links ans Herz:

http://www.huffingtonpost.com/2014/02/26/highly-sensitive-people-signs-habits_n_4810794.html
http://psychcentral.com/blog/archives/2010/03/28/5-gifts-of-being-highly-sensitive/
http://www.rebellesociety.com/2014/07/29/13-awesome-characteristics-of-highly-sensitive-people/
http://www.highlysensitivepeople.com/
http://hsperson.com/

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3 Comments

  1. Ich glaube ich würde irgendwann einschlafen wenn ich in einem solchen Tuch gehüllt Übungen machen müsste,lach.
    Aber eine wahrlich interessante Form die mit großer Wahrscheinlichkeit auch sehr sinnvoll ist.

    lg

    • melanie

      das mit dem einschlafen wäre immerhin ein sehr gutes zeichen dafür, dass du leicht entspannen kannst ;)

  2. Diese From von Yoga kannte ich bis jetzt noch gar nicht, aber ich bin mir sehr sicher, dass man sich dabei perfekt entspannen kann. Ich glaube auch das ich dabei jedoch eher einschlafen würde. Poweryoga ist dann denke ich eher etwas für mich, aber super interessant mal davon zu erfahren :)

    Liebe Grüße :)
    http://measlychocolate.blogspot.de

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